Mariel Tavara aus Perú

Ein Skandal, der gern totgeschwiegen wird, ist die weltweit zunehmende Gewalt gegen Frauen.

 

Mariel Távara Arizmendi, Psychologin an der Universität San Marcos (Lima), Feministin und Aktivistin gegen die Gewalt und Ermordung von Frauen, arbeitet bei Ärzte der Welt und in Organisationskomitees von Kampagnen für Frauenrechte, z.B. der internationalen Kampagne #NiUnaMenos. Sie berät Opfer der unter dem peruanischen Ex-Präsidenten Fujimori vorgenommenen Zwangssterilisationen an Frauen und verteidigt die sexuellen und reproduktiven Rechte der Frauen. Gegen die dramatisch zunehmende Gewalt an Frauen in Lateinamerika und die Straflosigkeit in Fällen von Belästigung und Gewalt gegen Frauen, körperlicher und sexueller Gewalt, Femiziden, Belästigung am Arbeitsplatz, setzen sich die Frauenbewegungen in Peru und anderen Ländern ein.

 

 


Mariana Carbajal

in München und Uni-Augsburg

 

Mariana Carbajal wird per Skype über die Gründung der “NiUnaMenos“- Bewegung in Argentinien und ihre Ausdehnung auf ganz Lateinamerika berichten. Ursache für die Bewegung sind Gewalt und Diskriminierung gegenüber Frauen.

 

Mit dem Ruf „Keine weitere Tote mehr!“ richten sich Wut und Protest besonders gegen die unzähligen Fälle von Frauenmorden. Das Schweigen der Gesellschaften und die Tatenlosigkeit von Behörden haben die Bewegung gestärkt und verbreitet.  

 

Unter geflüchteten Mädchen und Frauen in München, aber auch unter denen mit „normalen“ Lebensverhältnissen, sind Gewalt und Diskriminierung ein Thema. Viele haben unfassbare Brutalität und Gewalt erlebt und versuchen, ihre Traumata zu verarbeiten. Darüber sowie über die Hintergründe weiß man oft wenig.  

 

Mariana Carbajal, Journalistin und Autorin, wird in München über ihre Arbeit und die Aktualität des Themas informieren. Für ihr Engagement im Kampf um Frauen- und Menschenrechte wurde sie mehrfach ausgezeichnet.  

 

Dienstag 23. Mai 2017 19.00 Uhr

Mohr-Villa Freimann

Situlistraße 75

80939 München

Tel. 089 324 32 64