Referentin

Songül Akpinar


 Dolmetscherin

Frau Songül Akpinar ist Kurdin aus Türkei und lebt seit 1989 in Deutschland. Im Laufe der Zeit hat immer wieder Bekannte und Freunde begleitet, um bei Behörden und Anwälten ehrenamtlich zu übersetzen. Ihren Lebensunterhalt verdiente sie im kaufmännischen Beruf. Dann kam das Angebot eines Anwalts vor 12 Jahre als selbstständige Dolmetscherin zu arbeiten. Seitdem werden ihre Dienstleistungen honoriert. Parallel dazu hat sie eine Schulung als Referentin für transkulturelle Medizin beim Bayrischen Zentrum für transkulturelle Medizin e.V. absolviert. So hat sich ihr Aktionsradius erweitert: Sie begann zu dolmeschten bei verschiedenen sozialen Einrichtungen, die mit MigrantInnen zu tun haben, wie beispielweise in diversen Gerichten, Sozialbürgerhäuser, wie Frauenhäusern, Krankenhäusern oder im Kinderheime, im Jugendamt oder bei Refugio in München. Frau Akpinar organisiert Infoveranstaltungen über das deutsche Gesundheitssystem. Ferner ist sie Vorsitzende eines kurdischen Kulturvereins in München. Zudem ist Frau Akpinar Mitglied im Ausländerbeirat München, wo sie die Möglichkeit gesehen hat, sich für die Rechte der hier in Bayern lebenden Migrantinnen einzusetzen und deren unterschiedlichen Interessen in der Öffentlichkeit Gehör zu verschaffen und bei den Behörden zu repräsentieren. Ihre ehrenamtliche Arbeit im Ausländerbeirat findet sie als einen Beitrag, selbst an der Entwicklung der deutschen Gesellschaft mitzuwirken. Für sie ist das Thema Migrantinnen am Arbeitsmarkt nicht nur sehr schwierig, sondern es wird zudem kaum öffentlich diskutiert. 

Nicht nur Migrantinnen aus Deutschland haben mit Rassismus, sprachlichen Schwierigkeiten oder religiösen Elementen auf dem Arbeitsmarkt zu kämpfen, sondern auch in anderen Regionen der Welt.