Lesung durch Cornelia Naumann

Cornelia Naumann wird am Mittwoch, den 30. April um 19.00 Uhr eine Lesung  aus ihrem Buch "Die Porträtmalerin" geben.

Anmeldung bitte unter:

Mohr-Villa Freimann Situlistr. 75, 80939 München

Tel. 089/ 324 3264

http://www.mohr-villa.de 

 

Cornelia Naumann M.A., geboren in Marburg, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit bedeutenden, von der Geschichtsschreibung mehr oder weniger vergessenen Frauen. 2009 veröffentlichte sie ihren ersten Roman, nach einem Stück über die Schauspielerin Karoline Schulze-Kummerfeld (Karoline, ein fahrendes Frauenzimmer, UA Münster 1995), und einem Theater - Ausstellungsprojekt über die Lyrikerin Gertrud Kolmar (Liebe Trude, UA München 2003). „Scherben des Glücks“ , Roman über die Komponistin Wilhelmine von Bayreuth, Schwester Friedrich II., erschien im Sutton Verlag (ISBN 978-3-86680-460-9). Cornelia Naumann studierte Theater, - Film- und Fernsehwissenschaften, Germanistik und Romanistik in Köln, arbeitete als Regieassistentin in Köln, als Dramaturgin und Theaterpädagogin an den Städtischen Bühnen Essen und am Wolfgang Borchert Theater Münster. Sie war Gastdozentin für Inszenierung an der Hochschule für Druck & Medien Stuttgart, Mitarbeiterin des Teamtheaters in München, unternahm ausgedehnte Reisen nach Mexico, Nepal und in die USA, hat zwei Kinder und lebt seit 1999 als freie Autorin in München. Ihr Roman über Anna Dorothea Therbusch 1721 - 1782 erscheint im März 2014 im Gmeiner Verlag, Meßkirch. Mit der durchaus spannenden und amüsanten Lesung (kein kunsthistorischer Vortrag!) wird die Brücke von der Lebensituation einer Künstlerin zur Zeit der Aufklärung zu der einer heute lebenden Künstlerin geschlagen. Anna Dorothea Therbusch (1721 - 1782) ist eine Malerin, die Mitglied von vier bedeutenden Akademien war, u.a. Paris. Zu ihrer Zeit war sie so gefragt und berühmt, daß sie von ihrer Arbeit leben konnte, aber nach ihrem Tod wurde sie vergessen. Dieses Schicksal teilt sie bis heute mit vielen anderen Künstlerinnen. Auch heute stellt sich die Situation für Künstlerinnen schwierig dar, der Kunstmarkt wird von Männern bestimmt, Ankäufe von Steuerberatern. Daher finde ich die Idee, Ausstellungen von lebenden Malerinnen mit einem Text über die historische Lebens - und Arbeitssituation einer Künstlerin zu "garnieren", sehr gut. München bietet sich an, nicht nur, weil die Autorin hier lebt, sondern weil gleichzeitig mit der Aktion auf die beschämende Tatsache hingewiesen werden kann, daß ein großartiges Bild der Anna Dorothea Therbusch, eine Kniestück des Kurfürsten Carl Theodor, im Depot der Alten Pinakothek lagert und der interessierten Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht wird.

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