Corina Toledo

geboren und aufgewachsen bin ich in Santiago de Chile. Acht Jahre lebte ich in Venezuela. Danach entschied ich ein in Chile angefangenes Studium der Physik und Mathematik wieder aufzunehmen.

Doch es kam anders…In München studierte Ich Politikwissenschaft und promovierte in Augsburg. Seitdem arbeite ich als Referentin in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung. Zu diesen Themen habe ich diverse Artikel in Deutscher und spanischer Sprache veröffentlicht. Dazu kam später die Lehrtätigkeit als Dozentin der Weltsprache „Spanisch“.

Vor einigen Jahren begann ich mit der Malerei. die anfängliche Unsicherheit in diesem, mir bis dahin unbekannten Metier, wich zunehmend der Begeisterung und Faszination für die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten. Meine Malerei ist mehr ein Prozess, sich in die farb- und Gestaltungskonstellationen einzulassen, als große Strategien. Grundsätzlich ist es das Bild selbst, das mich mit dadaistischen Spaß Motiviert und inspiriert. Die Entstehung meiner Bilder ist zwar ein Akt der Intuition, indem Gefühle und Emotionen einer spontanen Rhythmik folgen, aber erst durch einen bewussten Denkprozess nehmen sie konkrete Formen und Strukturen ein. Letztendlich sind Gestaltung, Komposition und Motiv eines Bilds Impulse aus Gesellschaft, Politik oder persönlicher Betroffenheit.

Das Politische in der Kunst zu sehen, war aufgrund meiner Biographie kaum zu vermeiden. In der Kunst ist es, ebenso wie in der Politik möglich, Fragen zu stellen, in einen Dialog zu treten. Ich kann Einflussfaktoren reflektieren, die meine eigenen Wahrnehmungen, Vorurteile, bestimme Stereotypen in meinem Denken, Handeln, Fühlen bestimmt haben oder heute noch bestimmen.

Das Ergebnis ist dann das Konzept "frau-kunst-politik" – Impulse des politischen Unbehagens, wo ich interdisziplinäre und transkulturelle Kunstprojekte organisiere und kuratiere. Auf dieser Weise führe ich auch die Frauenforschung weiter und all meine Gedanken und Fragen finden darin eine persönliche Ausdrucksform!

 

 

Foto:Karin Lübbers

 

 

Ausbildung


  • Studium der Mathematik und Physik in Chile
  • 1978 - 1985 Studienreise, Assistentin beim Goethe-Institut, Venezuela
  • 1985 Studium der Politikwissenschaft in München 
  • Ehemalige Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung
  • 1992 Promotion, Dr. phil. in Augsburg
  • Seit 1987 Referentin und Dozentin in der politischen Erwachsenenbildung

 

Kunst


  • 2005 - 2008 Kunstunterricht und Malstudien bei Prof. Hannes Döllel, Sigrun Bischoff, Gabriele Middelmann, Deutschland
  • 2010 - 2012 Kunstunterricht und Malstudien bei Elisabeth Conroy Benati, Onofre Frías, Venezuela
  • Seit 2008 Malstudien in Spachteltechniken, Acryl, Pigmente, Kreide, Pastellfarben Collage, Tusche, Kohle, Wischtechnik, Nass-in- Nasstechnik

Aktivitäten


  • Autorin und Initiarorin von "frau.kunst.politik"
  • Mitglied der INOCA (International Network of Chilean Artists)
  • Mitglied im Haimhausener Kulturkreis e.V
  •  Mitglied bei "MüttergegenAtomkraft" e.V.
  • Koordinatorin bei "Frauen der Welt"
  •  Koordinatorin von One Billion Rising-München 


Martin Pfeil führte das Interview